Tunesien - Gesundheit

Impfungen sind für Tunesien nicht vorgeschrieben, es wird aber geraten, die Tetanus- und Polio-Impfung auffrischen zu lassen. Am häufigsten treten Sonnenstiche und -brand, Magen- und Darmerkrankungen, Erkältungen und Verletzungen durch den Kontakt mit Quallen auf. Sonnenstich und Sonnenbrand : Die Sonneneinstrahlung in Tunesien wird leider immer wieder unterschätzt. Trinken sie viel (auch wenn von den Tunesiern gern das Gegenteil geraten wird "wer viel trinkt, schwitzt viel"), bleiben sie möglichst im Schatten! Da ich weiß, wie schmerzhaft Brandblasen im Gesicht sein können, kann ich nur empfehlen, sich oder zumindest die Kinder tunlichst IMMER mit Sonnenschutzmitteln einzucremen und am Strand oder am Pool ein T-Shirt zu tragen (lassen). Sollte ein Sonnenbrand das Wohlbefinden mindern, hilft am besten Fettcreme (so dick aufgetragen, wie es das Selbstbewusstsein zulässt). Die in den Après-Sun-Mittelchen enthaltene Feuchtigkeit ist nur der Tropfen auf den wahrlich heißen Stein. Da die verbrannte Haut aber nicht nur Feuchtigkeit, sondern auch Fett benötigt, rate ich von solchen Produkten bei Sonnenbrand ab. Magen- und Darmerkrankungen Ich hatte bis jetzt das Glück, noch nie von einem fiesen Magen-Darm-Virus befallen zu werden. Das mag daran liegen, dass ich, was die Nahrungsmittel angeht, in Tunesien extrem mäkelig bin. Die üblichen Verdächtigen (Eiswürfel, Leitungswasser, halbgare Speisen, rohen Fisch, Eier, Milchprodukte, bei denen evtl. die Kühlkette nicht eingehalten wurde) zu meiden, dürfte reichen, um den Urlaub nicht überwiegend auf dem stillen Örtchen zu verbringen. Sollte es doch einmal soweit gekommen sein, helfen Kohletabletten, Laktobazillenpulver aus der Apotheke oder auch einheimische Produkte (Diarrhoe versteht JEDER Pharmacie-Angestellte in Tunesien). Sollte nur der Magen rumoren, lassen sie sich eine einheimische "Medizin" aus den ortsüblichen alkoholischen Getränken brauen- das soll Wunder wirken (zumindest dürfte für ausreichend Schlaf gesorgt sein). Quallenverbrennungen Da diese sehr schmerzhaft sein sollen, ist schnelle Hilfe gefordert. Vermeiden sie auf jeden Fall, die Stelle mit Sand abzureiben. Die bis dahin noch nicht geplatzten Nesselkapseln werden nur unnötig zerstört und es schmerzt noch mehr. Wirklich gut hat sich die Spülung mit Essig (jedoch auf gar keinen Fall bei Verbrennungen durch die im Mittelmeer eher selten vorkommenden “Portugiesische Galeeren” anwenden!) bewährt. Auch das Abreiben mit einer Tomatenscheibe bringt Linderung. Ist die Verbrennung großflächig besteht die Gefahr eines Kreislaufzusammenbruchs und es sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht oder gerufen werden. Sollten Sie einen Arzt benötigen, können Sie diesen an der Rezeption des Hotels rufen lassen. In den meisten Fällen kommt der Arzt ins Hotel.
Notfallambulanz: 190
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