Aktuelle Sicherheitslage

Update: 07.10.2016 Tunesien versucht seit dem Umsturz im Jahr 2011 zu einer demokratischen Normalität zu finden. Leider gelingt dies bisher nicht ohne Störungen von fundamentalen Islamisten. Nach dem Anschlag im Bardo-Museum in Tunis am 18.03.2015 wurden am  26. Juni des selben Jahres bei einem bewaffneten Überfall auf ein Hotel in Port el Kantaoui 37 Menschen getötet. Bei den Opfern handelte es sich ausnahmslos um Touristen, welche sich zum Teil gerade am Strand oder am Pool befunden hatten. Bei den Tätern handelt es sich jeweils den offiziellen Ermittlungen nach um Angehörige kleinerer Zellen islamistischer Gruppierungen, weshalb eine zutreffende Einschätzung der zukünftigen Gefährdungslage schwierig ist. Trotz der darauffolgenden Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen kam der eurpäische Tourismus in Tunesien quasi zum Erliegen.  Die tunesische Regierung ist seitdem weiterhin sehr darum bemüht, die Gefahr, welche von den verschiedenen islamistischen Gruppen im Land ausgeht, einzudämmen. Dabei wird die Regierung auch aus dem Ausland unterstützt. Dennoch wurden auch die Sicherheitskräfte seit 2015 bereits zwei Mal Ziel von Anschlägen. Touristen sind in den Augen der Tunesier besonders schutzwürdig, es wird deshalb immer jemand ein wachsames Auge auf Sie haben. Dennoch befindet sich das Land momentan noch immer im Ausnahmezustand was unter anderem den Sicherheitsbehörden erlaubt, Verhaftungen schneller vornehmen zu können. Den Anweisungen der Sicherheitskräfte ist deshalb ohne Ausnahme unverzüglich Folge zu leisten! Im Grenzgebiet zu Algerien, insbesondere in der Gegend um das Chambi-Massiv/Kasserine kommt auch aktuell immer wieder zu kleineren Scharmützeln zwischen der Armee und bewaffneten Gruppierungen, welche sich dort verschanzt haben. Das Gebiet wurde zur militärischen Sperrzone erklärt. Es wird daher dringend von Touren in diese Gegend abgeraten! An der Grenze zu Libyen und im Süden Tunesiens, insbesondere in der Sperrzone, besteht die Gefahr, Waffenschmugglern aus/nach Libyen oder versprengten radikalen Einzelpersonen oder kleineren Gruppierungen zu begegnen. Reisen südlich der Linie Djerba-Tozeur sollten daher aktuell nach Möglichkeit vermieden werden. Das Grenzgebiet nach Libyen ist außerdem in einem 20km breiten Streifen ebenfalls mitlitärische Sperrzone. Darauf sollte unbedingt geachtet werden. Trotz des Anschlages in Port el Kantaoui werden die Touristenzonen in Tunesien (Hammamet- Nabeul, Sousse-Monastir, Mahdia, Djerba, Zarzis) als relativ sicher eingestuft. Die Gefahr von Kleinkriminalität (z.B. Diebstahl oder Betrug) ist dort allerdingswesentlich größer als im Landesinneren. Meiden Sie größere oder plötzliche Menschenaufläufe. Es handelt sich zwar in solchen Fällen in der Regel um politische Veranstaltungen oder Demonstrationen, dennoch könnten Sie eventuell zwischen die Fronten geraten. Sollten Sie bereits eine Reise nach Tunesien gebucht haben und nun wegen der Sicherheitlage unsicher sein, setzten Sie sich bitte mit Ihrem Reiseveranstalter in Verbindung. Einige der Veranstalter haben bekannt gegeben, dass kostenlose Umbuchungen, bzw. Stornierungen bis in den Herbst 2015 hinein möglich sind. Beachten Sie auch die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes. Dort können sich Reisende auch im elektronischen Meldesystem des Amtes registrieren.